Ökotop Heerdt e.V.
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Hochbeete

Im Jahr 2004 haben wir im Ökotop Heerdt die ersten beiden Hochbeete realisiert. Weitere kamen hinzu, so dass wir jetzt in der Grünanlage einen Hochbeetgarten mit fünf stattlichen Hochbeeten besitzen. Nun ist ein Hochbeet aber nicht nur einfach ein höher gelegtes Beet. Es sind die Arbeitshöhe und Tiefe des Beets zu berücksichtigen, das Baumaterial sollte nachhaltig sein und, nicht zu vergessen, die richtige Erdbodenabdeckung! Nur erwünschte Besucher, wie Regenwürmer und anderes bodenlockerndes Getier, dürfen ins Beet. Welche Maße und welches Material sinnvoll ist, das erfährt man aus zahlreichen Handbüchern oder von den Profis im Ökotop Heerdt.
Hochbeete sind praktisch, sie bieten alten oder behinderten Menschen die Möglichkeit, Gartenarbeit auszuführen, wie sie es unter Umständen als gesunde und jüngere Menschen getan haben. Es gibt aber noch einen anderen Vorteil, der oft übersehen wird: Bei der Füllung der Hochbeete hat man die Möglichkeit, nicht nur Äste und Zweige gehäckselt oder unzerteilt, sondern ganze Baumstämme dort unterzubringen. Der Gartenfreund erfüllt damit gleichzeitig das Bundeskleingartengesetz, das fordert, dass alle gesunden Gartenabfälle im Garten verbleiben und wiederverwendet werden. Zur Begeisterung der Gartenfreunde sorgt diese Füllung dann dafür, dass man von Hochbeeten ein günstigeres Klima für die Pflanzen erwarten kann, da die Wärme nicht nur durch die Sonneneinstrahlung von oben auf die Pflanzen trifft, sondern auch durch die Holzgärung entsteht, die im Hochbeet stattfindet. Nachteilig ist, dass die Erde in den Hochbeeten schneller als gewöhnlich austrocknet. Da hilft viel Mulchen und sparsames Gießen. Wir sammeln das Regenwasser zum Gießen in großen Zisternen, so dass uns ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Zur Zeit diskutieren wir, ob es sinnvoll ist, die wachstumsfördernde Hochbeetfüllung nach nunmehr acht Jahren zu erneuern. Die Holz-, Laub- und Grasabfälle sind inzwischen verrottet und die Hochbeete ausnahmslos mit bestem Kompost gefüllt. Aber durch die fehlende Holzvergärung fehlt die Wärme im Inneren des Beets. Probeweise haben wir Teile eines Beets erneut mit Holz-, Laub- und Grasabfällen bestückt und werden nun das Wachstum der Pflanzen auf den unterschiedlichen Bereichen beobachten. Das Erneuern der „Packung“ ist äußerst mühevoll, da einige Kubikmeter Erde bewegt werden müssen. Das ist dann nicht mehr „altengerecht“. So werden wir wahrscheinlich künftig nur noch Kompost von oben nachfüllen. (Mai 2012)