Selbstorganisierte Altenarbeit

Der Verein Ökotop Heerdt bietet seit Juli 2003 älteren Menschen an, in „selbstorganisierter“ Form im Ökotop bestehende Projekte zu ergänzen, weiter zu entwickeln oder auch neue Ideen zu entwerfen. Ältere Menschen mit ihrer umfassenden Lebenserfahrung können das politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben bereichern, indem sie unterstützend, fördernd und beratend in der Gesellschaft aktiv bleiben. Durch ihr Engagement in anderweitigen Aufgaben- und Interessengebieten werden sich auch für sie neue oder zusätzliche Kontakte ergeben, ein Aspekt, der bei dem Rückgang traditioneller Bindungen, gerade auch nach dem Austritt aus dem Berufsleben, bedeutsam wird.


Auf dem vom Verein betreuten öffentlichen zehn Hektar großen Grüngelände stehen vielfältig entwickelte, aber auch noch nicht entwickelte Flächen zur Verfügung, die nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten von älteren Bürgerinnen und Bürgern gestaltet und gepflegt werden können. Die Arbeitsgruppen haben die Möglichkeit, sich in der Begegnungsstätte des Vereins Ökotop Heerdt zu treffen. Hier können die Umwelt- und Naturschutzideen direkt vor Ort diskutiert und geplant werden und in projektbezogenen Arbeitsgruppen umgesetzt werden.


Damit bestehen zahlreiche Möglichkeiten, nachberufliche Tätigkeiten, Aufgaben und Interessen wahrzunehmen und zugleich die persönlichen Fähigkeiten für die Gemeinschaft nutzbar zu machen. Wenn es gewünscht wird, unterstützen und begleiten in Selbstorganisation erfahrene Mitglieder des Vereins Ökotop Heerdt die jeweiligen Arbeitsgruppen. Die Eingliederung der selbstorganisierten Altenarbeit in das Gesamtprojekt Ökotop hat den Vorteil, dass ältere Menschen nicht isoliert arbeiten und experimentieren müssen. Die gemischte Altersstruktur der Vereinsmitglieder ermöglicht und fördert einen intensiven Austausch zwischen den Generationen. Auch viele Kinder sorgen für Belebung. Gemeinsame handwerkliche Aktivitäten, gemeinsames Erarbeiten und Durchführen von Angeboten oder auch der Austausch eigener Standpunkte bereichern das Leben der Alten und Jungen.

Selbstorganisiert, was bedeutet das?
Sie haben eine gute Idee und möchten diese gerne verwirklichen? Im Ökotop haben Sie die Möglichkeit, Ihre Idee endlich zu realisieren – sofern diese nicht dem Satzungszweck des Ökotop Heerdt e.V. entgegensteht. Da unser Verein alle Projekte ehrenamtlich betreibt, gibt es keinen hauptamtlichen „Projektmanager“, der die Ideen sammelt und die Verwirklichung organisiert. Sie werden daher Ihr eigener „Projektmanager“.


Selbstorganisiert im Ökotop bedeutet deshalb:

  • Einzelne Personen – oder auch eine Arbeitsgruppe – machen Vorschläge für ein Projekt.
  • Die Arbeitsgruppe oder die jeweilige Person entwickelt einen Plan, wie die Idee in welchem Zeitrahmen und mit welcher Unterstützung umgesetzt werden kann.
  • Wenn finanzielle Mittel zur Umsetzung erforderlich sind (Material, Pflanzen usw.), muss zusätzlich ein Kostenplan entwickelt werden mit Vorschlägen, wie die Mittel beschafft werden können und wie eine evtl. erforderliche Unterhaltung nachhaltig sichergestellt werden kann. Mittel können z.B. durch den Verein bereit gestellt werden, aber es sind auch Spendenanfragen bei der Stadt oder bei Firmen und Banken usw. vorstellbar.
  • Verantwortliche für die Umsetzung des Projekts müssen benannt werden.
  • Größere Projekte, die sich nicht in bereits bestehende Systeme eingliedern, stellt die Arbeitsgruppe oder die jeweilige Person dem Vereinsvorstand vor. Die Zustimmung des Vorstands ist erforderlich, wenn es sich um Veränderungen innerhalb des Projekts handelt und/oder durch die Umsetzung oder den Erhalt des Projekts Kosten für den Verein entstehen.

Das klingt kompliziert – ist es aber nicht. Im Ökotop gibt es viele Leute, die schon lange selbstorganisiert tätig sind und mit Rat und Tat unterstützend zur Seite stehen. Bisweilen ist der Weg, Visionen umzusetzen, unbequem und langwierig. Aber Ihr Engagement lohnt sich. Eine eigene Lebensvision selbst zu realisieren, macht zufrieden. Sie bleiben nicht „sprachlos“, Sie können handeln, Sie können Ihre Träume verwirklichen und sich über den Erfolg freuen.

Telefonische Anmeldung im Büro Ökotop Heerdt. Außerhalb der Bürozeiten kann eine Mitteilung auf den Anrufbeantworter gesprochen werden

Offener Treff
(Selbstorganisierte Altenarbeit)

Jeweils am 1. Donnerstag im Monat, 15:00 bis 17:00 Uhr in der Begegnungsstätte „Graues Haus“, Am Ökotop 70, 40549 Düsseldorf (ohne Anmeldung). Treffpunkt für Ältere, die sich über Beschäftigungsmöglichkeiten im Projekt Ökotop Heerdt informieren möchten.

Der offene Treff ist eine Veranstaltung für „Neugierige“, die die Angebote der selbstorganisierten Altenarbeit im Ökotop Heerdt kennen lernen möchten. Bei Kaffee, Tee (immer) und Keksen/Kuchen (seltener) sprechen wir über aktuelle Ereignisse im Ökotop Heerdt und planen Aktionen. Da sich hier auch gleichzeitig die Aktiven der Arbeitsgruppe „Offener Treff am Altengarten“ treffen, werden an diesem Tag auch aktuelle Themen zum Altengarten besprochen und aktiv im Altengarten gearbeitet. Im „Offenen Treff“ können nach Absprache auch gemeinsame Aktivitäten durchgeführt werden, wobei wir uns am Natur- und Umweltprojekt Ökotop Heerdt orientieren. Wiesenblumen bestimmen - zeichnen - fotografieren - pressen; Ringelblumen und Kräuter ernten; Kräuteröl und -essig herstellen, Wiesenblumen für die Winterkurse bündeln und trocknen, Papier schöpfen und eigene Karten herstellen sind hierfür nur einige Beispiele. Die Teilnahme ist grundsätzlich kostenlos. Falls Materialkosten für spezielle Aktivitäten, wie z.B. Papier schöpfen usw., anfallen, werden diese umgelegt.

Dreh mal ’ne Runde durchs Ökotop
(Selbstorganisierte Altenarbeit)

Jeweils am 2. Dienstag im Monat, 10:00 bis 13:00 Uhr in der Begegnungsstätte „Graues Haus“, Am Ökotop 70, 40549 Düsseldorf (Kostenumlage 3 Euro). Um das Frühstück zu planen, ist eine rechtzeitige Anmeldung im Büro Ökotop erforderlich. Nach einem gemeinsamen Frühstück werden wechselnde Projekte zum Thema Naturerfahrung angeboten. Die Projektideen werden im Vormonat in der Arbeitsgruppe entwickelt.

Jeweils am 2. Dienstag im Monat, 10:00 bis 13:00 Uhr in der Begegnungsstätte „Graues Haus“, Am Ökotop 70, 40549 Düsseldorf (Kostenumlage 3 Euro). Um das Frühstück zu planen, ist eine rechtzeitige Anmeldung im Büro Ökotop erforderlich. Das Treffen beginnt mit einem Frühstück, das wir vorher in einer kleinen Gruppe selbst zubereiten. Nach dem gemeinsamen Frühstück werden wechselnde Projekte zum Thema Naturerfahrung durchgeführt. Wir planen und organisieren unsere Aktivitäten selbst, wobei wir uns am Natur- und Umweltprojekt Ökotop Heerdt orientieren. Unsere Aktionen sollen den Blick für die Schönheit und Vielfältigkeit der Natur schärfen. Es gibt hierfür zahlreiche Möglichkeiten. Wer sich gerne anderweitig betätigen möchte, kann einen Rundgang durch das Naturgelände unternehmen, Fotografieren, Malen, Aufzeichnen, experimentieren, Dichten, Forschen usw. oder anhand von Makro-Fotos besondere Stellen im Ökotop entdecken. Mit kleinen „Natur-Kunst-Projekten“ haben wir eine weitere Möglichkeit, die Natur für einen kurzen Augenblick zu verändern und den ungewohnten Blickwinkel auf die Natur zu genießen. Die Ergebnisse können am Jahresende in einer Ausstellung im Grauen Haus präsentiert werden. Die Teilnahme ist, bis auf die Kosten für das Frühstück (3 Euro pro Person), grundsätzlich kostenlos. Gegebenenfalls anfallende Materialkosten werden entweder umgelegt, aus Überschüssen der Frühstückskasse bezahlt oder in besonderen Fällen auf Antrag vom Verein Ökotop Heerdt übernommen.

offener Treff am Altengarten
(Selbstorganisierte Altenarbeit)

Jeweils am 1. Donnerstag im Monat, 15:00 bis 17:00 Uhr in der Begegnungsstätte „Graues Haus“, Am Ökotop 70, 40549 Düsseldorf (ohne Anmeldung). Gestaltung, Bepflanzung und Pflege des altengerechten Stadtgartens im Ökotop.

Wer sich für ökologische Gartenarbeit interessiert, hat hier die Möglichkeit, auf den Hochbeeten zu gärtnern oder im Bereich des „Altengartens“ Sträucher, Stauden und Beete zu pflegen. Auf den Hochbeeten können Gemüse, Kräuter und Blumen angepflanzt werden. Da die Hochbeete sehr groß sind, teilen sich gelegentlich zwei Personen ein Beet. Gartengeräte stehen für diese Arbeit zur Verfügung. Diese Arbeitsgruppe übernimmt, in Abstimmung mit dem Verein Ökotop Heerdt, die Gestaltung, Bepflanzung und Pflege des altengerechten Stadtgartens im Ökotop Heerdt. Bei körperlich anstrengenden Arbeiten unterstützen Vereinsmitglieder die Arbeiten im Altengarten.

Fotogruppe
(Selbstorganisierte Altenarbeit)

Jeweils am 4. Dienstag im Monat, 11:00 bis 12:30 Uhr in der Begegnungsstätte „Graues Haus“, Am Ökotop 70, 40549 Düsseldorf. Die Teilnehmerzahl ist leider begrenzt, daher ist eine Anmeldung erforderlich.

Telefonische Anmeldung im Büro Ökotop Heerdt. Außerhalb der Bürozeiten kann eine Mitteilung auf den Anrufbeantworter gesprochen werden.

Die Fotogruppe hat sich folgende Ziele gesetzt: • Intensivierung der Natur- und Umweltwahrnehmung; z.B. verschiedene Elemente des Landschaftsraums – belebte und unbelebte; Veränderungen durch Wetter und Jahreszeiten; Licht und Schatten; Einflüsse des Menschen und der Umwelt auf Natur und Landschaft. • Auseinandersetzung mit Sehgewohnheiten; z.B.: Was empfinden wir als schön? Was als harmonisch oder interessant? Weshalb? Was nehmen wir in der Regel zuerst wahr? Was übersehen wir eher? (Augenübungen) • Erlernen einer bewussten, individuellen und persönlichen fotografischen Bildgestaltung; z.B. Experimentieren mit Linien, Strukturen, Formen, Farben, Helligkeit und Dunkelheit, Ruhe, Bewegung und Spannung, (Un)Schärfe, Atmosphäre und Stimmung, Einzelbildern und Bildserien, Bildformaten, Vergleich unterschiedlicher Herangehensweisen. • Gestaltung der Zusammenarbeit auf Basis von Ideen, Wünschen, Interessen, Bedürfnissen der einzelnen, sodass sie allen Beteiligten Freude macht. Die Gruppe entscheidet sich bei jedem Termin für ein Thema, das einen Bezug zu Natur und Landschaft hat (z.B. „Äste und Zweige“, „Winterruhe“, „Wasser“ etc.). Im folgenden Monat macht jedes Mitglied der Gruppe Fotos an individuellen Orten seiner Wahl. Es sollte vornehmlich im Ökotop fotografiert werden. Aber die Motive können sich auch im eigenen Garten, in Grünbereichen und Parks von Düsseldorf, auf Ausflügen in die Umgebung oder auf Reisen befinden. Zum nächsten Termin wird eine Auswahl dieser Fotos mitgebracht und besprochen. In der Fotogruppe geht es vorrangig um Wahrnehmungs- und Gestaltungsprozesse. Technische Fragen sind nachrangig, sie können jedoch im Einzelfall anhand eines Fotos angesprochen werden. Darüber hinaus tauschen die Gruppenmitglieder Hinweise zu Foto- und Kunstausstellungen, zu Literatur und Internetseiten aus. Ferner können auch gemeinsame Ausstellungsbesuche oder Fotoausflüge geplant werden. Es bestehen keine Teilnahmevoraussetzungen hinsichtlich Kameratypus oder technischer Vorkenntnisse. Aber es sollte die Bereitschaft bestehen, selbst zu fotografieren, die Ergebnisse in die Gruppe einzubringen und sich darüber auszutauschen. Die Teilnehmerzahl ist aus methodischen Gründen zunächst auf etwa 8 Personen begrenzt.